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„Ohne Alleefeste verliert Bad Wildungen ein Stück Identität“

 CDU fordert klares Bekenntnis zur Innenstadt

Die CDU Bad Wildungen fordert ein klares politisches Bekenntnis zur Fortführung der Innenstadtfeste und sieht die Stadt in der Pflicht, die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Die Entscheidung, die traditionellen Alleefeste nicht weiter auszurichten, sei ein schwerer Einschnitt für das kulturelle Leben in Bad Wildungen.

 

„Wer Großveranstaltungen in der Innenstadt aufgibt, schwächt gezielt Handel, Gastronomie und das Gemeinschaftsgefühl in unserer Stadt“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Marc Vaupel.

 

Die CDU erinnert daran, dass Formate wie der Blumenkorso und das Sambafestival über Jahrzehnte hinweg überregionale Beachtung fanden. An guten Sonntagen säumten zehntausende Besucher die Brunnenallee – Familien, Gäste aus der Region, Vereine und Besucher aus ganz Nordhessen. Diese Veranstaltungen hätten das Image Bad Wildungens maßgeblich geprägt.

 

„Wenn Bad Wildungen wieder das kulturelle Zentrum des Landkreises sein will, dann gehören große, publikumsstarke Veranstaltungen in die Brunnenallee – dorthin, wo sie gewachsen sind“, so 1. Stadtrat Hartmut Otto.

 

Kurpark ist Ergänzung – kein Ersatz

 

Unstrittig sei, dass der Kurpark einen hervorragenden Rahmen für bestimmte Veranstaltungen biete. Das Lichterfest habe dort seinen festen Platz. Doch eine Bündelung nahezu aller Großveranstaltungen im Kurpark lehnt die CDU ab. Nach Auffassung der CDU haben bislang alle Veranstaltungen, die von der Altstadt oder der Brunnenallee in den Kurpark verlagert wurden, deutlich an Strahlkraft verloren. „Sie waren dort nur noch ein Schatten ihrer selbst und letztlich zum Scheitern verurteilt. Jede Veranstaltung lebt von ihrem Ort und ihrer eigenen Atmosphäre“, betonen Vaupel und Otto.

 

 

 

 

 

Sicherheit ist kommunale Aufgabe

 

Die CDU stellt klar: Die Organisation von Festen liegt bei AWWiN! sowie bei Gewerbetreibenden und Gastronomen. Es könne jedoch nicht verlangt werden, dass diese ein Sicherheitskonzept im Umfang von rund 100.000 Euro eigenständig finanzieren.

 

„Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ist eine originäre Aufgabe der Stadt. Deshalb muss die Stadtverwaltung ein professionelles Sicherheitskonzept erarbeiten und den Veranstaltern zur Verfügung stellen“, fordert die CDU.

 

 

Zudem schlägt die CDU dauerhafte bauliche Lösungen vor. Versenkbare Polleranlagen – vergleichbar mit bestehenden oder geplanten Anlagen in der Altstadt – könnten auch in den Seitenstraßen der Brunnenallee installiert werden. Dadurch ließen sich Veranstaltungen zuverlässig absichern, Rettungswege dauerhaft gewährleisten und die Erreichbarkeit der Kliniken sicherstellen. Langfristig würden so wiederkehrende Kosten für temporäre Sicherheitsmaßnahmen deutlich reduziert.