Bad Wildungen/Edertal – Mitglieder der Jungen Union Bad Wildungen/Edertal haben die Frauenberatungsstelle des Vereins Frauen helfen Frauen Waldeck-Frankenberg besucht. Ziel des Treffens war es, die wichtige Arbeit der Einrichtung besser kennenzulernen, Einblicke in die täglichen Herausforderungen zu gewinnen und über Möglichkeiten einer langfristigen Unterstützung zu sprechen, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Nachwuchsorganisation.
Der Verein Frauen helfen Frauen wurde 1989 von engagierten Frauen gegründet, die sich damals für mehr Schutz und Hilfsangebote für von Gewalt betroffenen Frauen starkmachten. 1990 eröffnete das erste Frauenhaus. Drei Jahre später, 1993, folgte die Eröffnung der Frauenberatungs- und Interventionsstelle, die heute ein fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Landkreis ist.
Im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen wurde der JU-Delegation schnell deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Vereins sind – von psychosozialer Beratung über Information zu rechtlichen Möglichkeiten bis hin zur Hilfe zur Selbsthilfe, etwa im Kontakt zu Behörden. Ein zentrales Thema war die Finanzierung der Einrichtungen. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Empathie hier gearbeitet wird“, sagte Lisa Marie Orschel, Vorsitzende der Jungen Union Bad Wildungen. „Als Gesellschaft dürfen wir nicht zulassen, dass diese unverzichtbare Arbeit an finanziellen Engpässen scheitert. Jede Frau, die Hilfe sucht, sollte sie schnell, sicher und vertraulich erhalten können. Dafür braucht es stabile Strukturen und politische Unterstützung.“
Auch Dominik Schröder, stellvertretender Vorsitzender der JU, betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs: „Wir sprechen oft über politische Maßnahmen oder Gesetzesinitiativen – aber hier sieht man, wie konkrete Hilfe wirklich aussieht. Der direkte Kontakt zu den Mitarbeiterinnen zeigt, was in unserer Region täglich geleistet wird. Das verdient Respekt und Aufmerksamkeit.“
Auch über die Zukunft der Arbeit wurde gesprochen: Wie kann man das Bewusstsein für häusliche und sexualisierte Gewalt noch stärker in die Öffentlichkeit tragen? Wie lässt sich die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen oder kommunalen Einrichtungen weiter ausbauen? Die Junge Union möchte diese Fragen politisch aufgreifen und das Thema in künftigen Diskussionen stärker platzieren.
Der Verein Frauen helfen Frauenist inzwischen zu einem bedeutenden Ankerpunkt für viele Menschen im Landkreis geworden. Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung, engagierten Fachkräften und einem stetig wachsenden Netzwerk leistet er laut JU „einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“.
Der Besuch der Jungen Union endete mit einem offenen Austausch über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten und der Erkenntnis auf Seiten der jungen Kommunalpolitikerinnen und -politiker: Die Unterstützung solcher Einrichtungen sei kein Randthema, sondern Kernaufgabe einer sozialen und verantwortungsbewussten Gesellschaft.
